Speaker


Mira Mezini ist Professorin für Informatik an der Technischen Universität Darmstadt, wo sie das Fachgebiet Softwaretechnik leitet. Sie hat wichtige Beiträge in den Bereichen Design und Implementierung von Programmiersprachen, Programmanalyse und Empfehlungssysteme für das Software-Engineering geleistet. Mira Mezini wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit Forschungspreisen von IBM, Oracle und Google. Für ihre Arbeit erhielt sie in 2012 einen Advanced Grant des Europäischen Forschungsrates, die höchste und angesehenste Forschungsförderung der EU.


Rainer Grimm ist seit vielen Jahren als Softwarearchitekt, Team- und Schulungsleiter tätig. In seiner Freizeit schreibt er gerne Artikel zu den Programmiersprachen C++, Python und Haskell, spricht aber auch gerne auf Fachkonferenzen. Auf seinem Blog Modernes C++ (heise Developer) beschäftigt er sich intensiv mit seiner Leidenschaft C++.


Best Practices mit modernem C++

Ich möchte mit einer Frage beginnen: Warum benötigen wir Best Practices wie die C++ Core Guidelines für modernes C++? Meine Antwort besteht aus drei einfachen Beobachtungen: C++ ist anspruchsvoll für den C++-Anfänger, herausfordernd für den erfahrenen C++-Entwickler und wird darüber hinaus in sicherheitskritischen Umgebungen verwendet. Best Practices wie die der C++ Core Guidelines erlauben es, Code zu schreiben, der per Design typsicher ist, Containergrenzen respektiert und nur auf gültige Variablen zugreift. Die C++ Core Guidelines werden von weltweiten C++-Experten unter Leitung von Bjarne Stroustrup und Herb Sutter verfasst.


Oliver Zeigermann ist Entwickler, Architekt, Berater und Coach. Oliver hat über Jahrzehnte in vielen unterschiedlichen Sprachen und mit vielen Technologien Software entwickelt. In den letzten Jahren ist er wieder tiefer in den Bereich Machine Learning eingestiegen. Er knüpft damit an sein Studium der Künstlichen Intelligenz in den 90er-Jahren an.


Von der Geschäftslogik zum Machine Learning und zurück

Hast du dich auch schon einmal dabei erwischt, die 20. Ausnahmeregel in einen Block von if-then-else einzubauen, oder hast du bemerkt, wie du plötzlich in der 4. oder 5. Einrückungstiefe landest. Vielleicht hast du versucht, ein komplexes Problem mit einem nur für komplizierte Probleme geeigneten Werkzeug anzugehen? In diesem interaktiven Talk wollen wir dieser Art von Problem etwas tiefer auf den Grund gehen. Dazu lösen wir ein Problem aus dem Versicherungsumfeld einmal mit handgeschriebenem Code und mit Machine Learning. Von dort geht es zum Vergleich der Ansätze wieder zurück in den Code.


Eberhard Wolff ist Fellow bei INNOQ und arbeitet seit mehr als fünfzehn Jahren als Architekt und Berater. Er ist Autor zahlreicher Artikel und Bücher und trägt als Sprecher auf internationalen Konferenzen vor. Sein technologischer Schwerpunkt sind moderne Architektur- und Entwicklungsansätze wie Continuous Delivery, DevOps und Microservices.


Warum Agilität kaputt ist

Agile Software-Entwicklung ist nach über 20 Jahren immer noch in aller Munde. Und es gibt immer noch genügend Organisationen, die sich mit einer agilen Transformation beschäftigen. Wenn es einfach wäre, dieses Konzept umzusetzen, oder die Vorteile so überzeugend wären, dass es offensichtlich bessere Projektergebnisse bringt, würden wir heute nicht mehr darüber sprechen, sondern es einfach machen. Der Vortrag zeigt die Gründe für dieses Problem auf und skizziert einige Lösungsmöglichkeiten.


Schlomo Schapiro ist ein agiler IT- und Open-Source-Enthusiast, der sich für ein agiles Mindset und DevOps-orientierte Kultur in der IT engagiert. Er arbeitet als Chefarchitekt im CTO-Bereich der DB Systel in Berlin, ist Autor von diversen Open-Source-Projekten und veröffentlicht regelmäßig Blog- und Magazinartikel.

Hendrik Pahl ist bei der Deutsche Bahn AG als Security Architect beschäftigt und verantwortet Themen rund um die Automation von Sicherheits- und Compliance-Richtlinien. Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind neben Continuous Delivery, Integration und Testing auch Container-Orchestration-Werkzeuge und die Automation von Betriebsaufgaben.


Suche Digitalisierung, habe Cloud: Wie DevOps und automatisierte Governance die Digitalisierung der Deutschen Bahn ermöglichen

Cloud, Automation und DevOps als Treiber der Digitalisierung: Wir zeigen den Weg der Deutschen Bahn in die Zukunft. Unter dem Motto “Fix the Basics” entwickeln wir grundlegende Services für Engineers, die u.a. Security- und Compliance-Prüfungen automatisieren und die Teams dadurch in die Lage versetzen, sich auf die Produktion von Business Value zu fokussieren. Einer dieser Services ist Continuous Delivery as a Service, eine anpassbare, hochautomatisoierte CD-Implementierung, die nach dem Ansatz "compliant by default" eine einfache und richtlinienkonforme Möglichkeit zum Deployment von Software darstellt. Der Vortrag zeigt auf, dass die Automation von Security- und Compliance-Vorgaben bei gleichzeitigem Fokus auf Usability für die Engineers ein kritischer Bestandteil auf dem weg zur Digitalisierung ist. Teams werden in die Lage versetzt, ihren Code nachhaltig qualitativ zu verbessern, die Unternehmen profitieren durch die folgende Innovation und die Fokussierung auf Business-relevante Lösungen.


Carola Lilienthal ist Geschäftsführerin bei der Workplace Solutions. Sie hat an der Universität Hamburg studiert und dort zum Thema "Komplexität von Softwarearchitekturen" promoviert. Seit 2003 analysiert sie im Auftrag ihrer Kunden in ganz Deutschland regelmäßig die Zukunftsfähigkeit von Softwarearchitekturen und spricht auf Konferenzen über dieses Thema.


Die Schönheit kommt von Innen – wie wir unseren Code besser machen

Beim Programmieren haben wir es mit großen und komplexen Strukturen zu tun. Schon ein kleines Softwaresystem von 250.000 Zeilen Code hat bereits um die 3000 Klassen, die auf die eine oder andere Weise zusammenarbeiten, um die gewünschte Funktionalität zu realisieren. Um Fehler zu beheben und Erweiterungen zu machen, müssen wir uns in diesen vernetzten Strukturen zurechtfinden. Häufig zeichnen wir Diagramme von Strukturen am Whiteboard, um unser Verständnis sichtbar zu machen. Denn unsere Entwicklungsumgebungen helfen uns hier nur unzureichend. In diesem Vortrag zeige ich, welche Schönheit und Gruseligkeiten man heute in Softwarearchitekturen finden kann und was man tun muss, damit Softwarearchitekturen ihre innere Schönheit lange behalten.


Lars Röwekamp ist Gründer des IT-Beratungs- und Entwicklungsunternehmens open knowledge GmbH. Er beschäftigt sich im Rahmen seiner Tätigkeit als "CIO New Technologies" mit der eingehenden Analyse und Bewertung neuer Software- und Technologietrends. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt derzeit in den Bereichen Enterprise und Cloud Computing, wobei neben Design- und Architekturfragen insbesondere die Real-Life-Aspekte im Fokus seiner Betrachtung stehen.


Serverless - eine Betrachtung jenseits des Hypes

Glaubt man den Analysten, dann ist Serverless das "next big thing". Eine einzelne Severless Function zu implementieren und produktiv zu stellen ist dank NoOps-Ansatz denkbar einfach. Nur leider macht eine Schwalbe noch lange keinen Sommer und eine einzelne Serverless Function noch keinen sinnvollen Anwendungsfall oder gar eine sinnvolle Anwendung! Was also genau sind sinnvolle Szenarien für Serverless? Und was eher nicht? Gibt es spezielle Architektur-Pattern, die sich im Serverless-Umfeld anbieten? Wie wirken sich diese auf den Software-Lifecycle aus? Wie lassen sich Serverless-Apps testen? Und wie sieht ein passendes Monitoring aus? Und lässt sich durch Serverless wirklich so viel Geld sparen, wie es einem die Cloud-Provider Glauben machen? Fragen über Fragen. Passende Antworten und jede Menge Erfahrungen aus aktuellen Projekten liefert Lars Röwekamp in dieser Session.


Golo Roden ist Gründer und CTO der the native web GmbH. Er berät Unternehmen zu Technologien und Architekturen im Web- und Cloud-Umfeld, unter anderem zu TypeScript, Node.js, React, CQRS, Event-Sourcing und Domain-Driven Design (DDD). Er schreibt regelmäßig für verschiedene Fachzeitschriften und spricht auf Konferenzen im In- und Ausland.


Der Entwickler im Fokus: 12 Thesen für besseren Code

Wer auf eigenen Code aus der Vergangenheit stößt, erschrickt häufig ob des Stils, der Formatierung oder der verwendeten Sprachkonstrukte. Letztlich besagt das jedoch nur, dass man sich weiterentwickelt und in der Zwischenzeit dazugelernt hat. Lassen sich diese Erkenntnisse beschleunigen? Golo Roden stellt in diesem Vortrag 12 Thesen auf, die sprach- und technologieunabhängig gelten und, in der Praxis angewandt, direkt zu besserem Code führen. Er untermauert die Thesen mit zahlreichen Beispielen und Erfahrungswerten, und baut auf dem Weg ein fundiertes und tragfähiges Gerüst auf, das die Herangehensweise an das Schreiben von Code nachhaltig verbessern kann.


Christian Wenz ist Berater, Trainer und Autor für Webtechnologien. Als Teilhaber der Arrabiata Solutions GmbH sorgt er für schnellere und sicherere Webanwendungen. Er ist ASP.NET MVP und ASPInsider, Hauptautor der Zend PHP Certification, Contributor mehrerer Open-Source-Projekte und spricht regelmäßig auf Entwicklerkonferenzen rund um den Globus.


Die letzte Verteidigungslinie: Sicherheitsfeatures in modernen Webbrowsern

Aktuelle Browser unterstützen eine große Menge an Sicherheitsfeatures, die aus Entwicklungssicht genutzt werden können: HTTP-Header, JavaScript-APIs und einiges andere mehr. Diese Mechanismen können effektiv Cross-Site Scripting, ClickJacking, Cross-Site Request Forgery und andere Angriffe verhindern. Viel wichtiger noch: Manche Angriffe lassen sich ohne diese Methoden gar nicht effektiv verhindern! Diese Session zeigt viele dieser Features, diskutiert die Browserunterstützung und verdeutlicht aktuelle Entwicklungen, etwa Features, die vor der Einstellung stehen und ersetzt werden müssen.


Sandra Parsick ist als freiberufliche Softwareentwicklerin und Consultant im Java-Umfeld tätig. Seit 2008 beschäftigt sie sich mit agiler Softwareentwicklung in verschiedenen Rollen. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich der Java-Enterprise-Anwendungen, agilen Methoden, Software Craftsmanship und in der Automatisierung von Softwareentwicklungsprozessen.


Ich packe meinen Testtoolkoffer und nehme mit ... - Testwerkzeuge für den Entwickleralltag

Tests sind das Hauptkommunikationsmittel von Entwicklern über den Code. Mit ihnen kommuniziert man auch noch mit dem nächsten Entwickler, nachdem man das Projekt verlassen hat. Tests sind eine lebende Spezifikation des Codes, den sie testen. Man sollte sie mindestens so sauber halten, wie den Produktionscode - wenn nicht sauberer. Doch wer hat die Aussage "Das kann man nicht testen" oder "Den Test kann man nicht schöner schreiben" noch nicht gehört? Oft basieren diese Aussagen darauf, dass man den Großteil des Arsenals der Testwerkzeuge, die uns Java-Entwicklern inzwischen zur Verfügung stehen, noch nicht kennt. Neben JUnit gibt es viele weitere Testwerkzeuge, die den Entwickleralltag beim Testschreiben vereinfachen können. Dieser Vortrag gibt einen Überblick über nicht so bekannte Features von JUnit 5 und stellt nicht so bekannte Testwerkzeuge vor, mit denen das Schreiben von Tests wieder Spaß macht.


Stefan Tilkov ist Geschäftsführer und Principal Consultant bei INNOQ, wo er sich vorwiegend mit der strategischen Beratung von Kunden im Umfeld von Softwarearchitekturen beschäftigt. Er ist Autor des Buchs "REST und HTTP", Mitherausgeber von "SOA-Expertenwissen" (beide dpunkt.verlag), Autor zahlreicher Fachartikel und häufiger Sprecher auf internationalen Konferenzen.


Software-Architekturen, von denen wir lieber nicht erzählen würden – und was wir aus ihnen lernen können

Lösungsmuster entwickeln häufig ein Eigenleben und werden angewandt, wenn sie populär sind, nicht, wenn sie passen. Technologie wird häufig höher priorisiert als die Menschen, die sie anwenden. Entscheidungen, die im Kleinen Sinn ergeben, führen im Großen oft zu absurden Verfehlungen. Frustriert von so viel Negativität? In diesem Vortrag versuchen wir, aus schlechten Erfahrungen Gewinn zu erzielen: Wir suchen nach Mustern für wiederkehrende Probleme und leiten daraus Strategien für ihre Vermeidung, Beseitigung oder Verbesserung ab.


Dominik Ehrenberg beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren mit den Themen agile Softwareentwicklung und Psychologie. Dieses Wissen setzt er erfolgreich in der täglichen Arbeit als Scrum Master und Entwickler bei crosscan GmbH sowie als freiberuflicher Trainer/Coach ein. Privat bloggt er auf www.agileblog.org und betreibt mit Sebastian Bauer den Podcast "Mein Scrum ist kaputt".

Ina Einemann ist als Consultant bei der HEC GmbH in Bremen tätig. Ihr Tätigkeitsumfeld umfasst neben ihrer Arbeit als Scrum Master das Requirements Engineering und die Qualitätssicherung. Sie beschäftigt sich mit agilen Methoden und Vorgehensmodellen und berät Teams bei der Umsetzung agiler Praktiken insbesondere im Bereich ATDD und BDD. Weiterhin ist Ina Trainerin der HEC-Software-Akademie.


Mein Scrum ist kaputt !

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Gernot Starke ist INNOQ Fellow, Coach und Berater für methodische Softwarearchitektur, (Mit-)Gründer von arc42.org, Gründer von aim42.org, Gründungsmitglied des iSAQB e.V. Er hat bei Entwurf und Implementierung mittlerer und großer Systeme für Organisationen aus unterschiedlichen Bereichen mitgearbeitet, hauptsächlich im Bereich Finanzen, Versicherungen, Automotive, Logistik und Telekommunikation. Daneben hat er zahlreiche Bücher über Softwarearchitektur und Patterns geschrieben und veröffentlicht regelmäßig Fachartikel.


Auch Ihr System hat Potenzial oder: Das 1x1 technischer Schulden

"Potenzial haben" steht in der Umgangssprache für "es läuft, aber es gibt einen Haufen Probleme". "Technische Schulden", also "Quellen für Verbesserungspotenzial", finden wir in (fast) allen Systemen. Allerdings bleibt in vielen Entwicklungsteams die Betrachtung von Problemen auf isolierte Aspekte beschränkt, meistens "Kopplung" und "Komplexität". Dabei kommen technische Schulden in vielerlei Ausprägungen daher - und selbst in Systemen mit viel Clean Code können sich gravierende Defizite zeigen - wenn Sie an den richtigen Stellen suchen. Folgen Sie mir auf eine Expedition in die "Breite der möglichen Probleme" und lernen Sie dabei allerlei Kategorien solcher Defizite kennen. Dazu gehören die bekannten Schulden im Code, Schulden in Beziehungen und Schnittstellen, in Daten und Datenstrukturen, in Qualitätseigenschaften wie Sicherheit, Performance und Verständlichkeit. Wir schauen auf auf Schulden in begleitenden Prozessen der Softwareentwicklung, beispielsweise Schulden aufgrund miserabler Anforderungen.


Christian Weyer ist Mitgründer und CTO der Thinktecture AG. Als Microsoft MVP, RD und Google GDE spricht er seit über zwei Dekaden auf unterschiedlichsten Software-Konferenzen und -Events weltweit - mit Leidenschaft und Engagement vor allem für verteilte Anwendungsarchitekturen und Cross-Plattform-Lösungen. Eine sowohl tief technische als auch realistische Einschätzung von Technologien ist eines seiner Markenzeichen.


Die drei Säulen des modernen Webs: PWA, Web Components und WebAssembly

Das Web hat sich signifikant geändert. Vom reinen Zuhause von Websites hat es sich gemausert zur omnipotenten Plattform für jegliche Arten von Anwendungen, selbst Cross-Plattform-Businessanwendungen und mobile Apps setzen auf die Power des Webs und der gängigen Browser. In diesem Vortrag beleuchtet Christian Weyer die drei wichtigsten Säulen des modernen Webs aus Entwicklersicht. Progressive Web Apps (PWA) sind angetreten, um die Lücke zwischen nativen Anwendungen und dem Web immer weiter zu schließen. Web Components hingegen plädieren für einen Framework- und herstellerunabhängigen Ansatz zu Bereitstellung und Nutzung von UI-Komponenten. Und WebAssembly schließlich möchte nativem Code sicheren Zugang in den Browser ermöglichen. Anhand praktischer Beispiele sehen Sie, welche Aspekte des modernen Webs für Sie relevant sind oder werden könnten.


Jutta Eckstein arbeitet als Business-Coach, Change-Manager, Beraterin und Trainerin im In- und Ausland. Weltweit verfügt sie über eine einzigartige Erfahrung bei der erfolgreichen Umsetzung agiler Prozesse in mittleren bis großen, verteilten, unternehmenskritischen Projekten. Ihr neuestes Buch hat sie zusammen mit John Buck über "Unternehmensweite Agilität: Wie Sie Ihr Unternehmen mit den Werten und Prinzipien von Agilität, Beyond Budgeting, Open Space und Soziokratie fit für die Zukunft machen" geschrieben. Sie ist Mitglied der AgileAlliance und im Programmkomitee verschiedener europäischer, amerikanischer und asiatischer Konferenzen. Jutta wurde 2011 von der Computerwoche in die Top 100 der bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschen IT gewählt.


Keynote: Code for Future

Inwiefern sind die Produkte und damit auch der Code, den wir erstellen, nachhaltig? Ist es nicht langsam an der Zeit, dass wir uns auch darüber Gedanken machen? Einer Prognose zufolge wird die IT bis 2030 21 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs ausmachen. Daher wird es immer wichtiger, bereits während der Softwareerstellung den Energieverbrauch zu berücksichtigen. So können wir einerseits mehr oder weniger ressourcenintensiven Code erstellen oder auch über die Wahl der Infrastruktur (z.B. Cloud) den CO2-Fußabdruck des Produkts massiv beeinflussen. Damit liegt es auch in unserer Hand, inwiefern sich der CO2-Fußabdruck unserer Kunden verbessert oder verschlechtert. Wobei Code for Future auch andere Aspekte berücksichtigen sollte, z.B. wie wird das von uns erstellte System eigentlich verwendet? Oft tun wir so, als würde unsere Verantwortung damit enden, dem Kunden ein Feature oder Produkt zu liefern. Sobald das Produkt in den Händen der Kunden ist, sind wir fertig (bis auf Wartung und Weiterentwicklung). Wenn wir jedoch die volle Verantwortung für unsere Produkte übernehmen, müssen wir auch an der Verwendung des Produkts interessiert sein: Entspricht zum Beispiel der Einsatz des Produkts unseren ethischen und moralischen Grundsätzen? Wir haben also auch eine ethische Verantwortung für die Verwendung unserer Produkte, und obwohl wir unterschiedliche Meinungen darüber haben können, welche Art der Verwendung angemessen ist und welche nicht, so müssen wir zumindest eine bewusste Entscheidung treffen, um die Konsequenzen und möglichen Auswirkungen zu berücksichtigen zu können. In dieser Keynote möchte ich das Bewusstsein für unseren Beitrag zur Nachhaltigkeit schärfen. Basierend auf konkreten Beispielen möchte ich untersuchen, was Nachhaltigkeit für die Softwareentwicklung bedeutet und wie wir etwas bewirken können.


Holger Schwichtenberg ist einer der bekanntesten Experten für .NET in Deutschland. Zusammen mit rund 20 weiteren Experten unterstützt er im Rahmen der Firma www.IT-Visions.de mittlere und große Unternehmen durch Beratung und Schulungen beim Erstellen von Windows- und Webanwendungen.


Das .NET Framework ist tot, lang lebe .NET 5.0!

Das klassisches .NET Framework wird seit April 2019 nicht mehr weiterentwickelt. Mit .NET 5.0 will Microsoft .NET Framework, .NET Core und Mono zusammenführen. Aber .NET 5.0 basiert technisch auf .NET Core und das bedeutet: Einige .NET-Anwendungen werden dort nicht ohne (größere) Änderungen weiterbetrieben werden können. Holger Schwichtenberg geht in diesem Vortrag der Frage nach, welche .NET-Anwendungen man migrieren kann und welche man migrieren sollte. Außerdem geht es natürlich um die Neuerungen und Verbesserungen in .NET 5.0.


Nicolai Josuttis ist in der C++-Community weltweit bekannt als Autor der Standardwerke "The C++ Standard Library" (www.cppstdlib.com), "C++ Templates" (www.tmplbook.com), "C++17 - The Complete Guide" (www.cppstd17.com) und "C++ Move Semantics" (www.cppmove.com). Mit einer fokussierten Vermittlung von Fakten, gewürzt mit "War-Stories" aus seinen über 20 Jahren bei der aktiven Standardisierung von C++, ermöglicht er Programmierern, die zunehmende Komplexität von C++ in den Griff bekommen. Neben Schulungen arbeitet er als unabhängiger Berater und Systemarchitekt für kleine, mittlere und große Firmen.


C++20 - Ein Überblick

C++ ist über 20 Jahre nach seiner ersten Standardisierung eine Erfolgsstory. Mit C++11 wurde die Ära des "Modernen C++" eingeläutet, die mit C++14 und C++17 abgerundet und ausgebaut wurde. Mit C++20 kommt nun die nächste große Revolution: das "Noch Modernere C++". Sprachfeatures wie Concepts, Ranges, Modules, und Coroutinen werden die Programmierung nachhaltig verändern. Neue Operatoren werden eingeführt und automatisch generiert. Und immer mehr Features sind zur Compile-Zeit verwendbar. Hinzu kommen neue Bibliotheken für Kalender/Zeitzonen, Text-Formatierung, Span-Typen und etliche Features für Concurrency. Und jede Menge kleine Features runden die Sprache weiter ab. Dieses Tutorial gibt einen ersten Überblick über das, was C++20 bringt, diskutiert Hintergründe und zeigt auf, inwiefern sich das Programmieren mit C++ im Alltag verändern wird.


Mahbouba Gharbi ist Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin der ITech Progress GmbH. Ihr berufliches Spektrum umfasst Tätigkeiten als Softwarearchitektin, Trainerin, Systementwicklerin, Reviewerin und Dozentin sowohl für namhafte Unternehmen in der privaten Wirtschaft als auch für Behörden. Neben ihrer Tätigkeit als CEO der ITech Progress berät sie aktuell eine große deutsche Behörde als Softwarearchitektin für die praktische Umsetzung einer SOA-Landschaft und ist Mitgründerin und Vorstandsvorsitzende des International Software Architecture Qualification Board (iSAQB).


Workshop: Szenariobasierte Architekturbewertung im agilen Umfeld

Die agile Softwareentwicklung zeichnet sich durch stetige Veränderungen und Neuerungen sowohl in den Anforderungen als auch im System aus. Genau das stellt eine große Herausforderung dar, denn sobald ein Projekt umfangreicher wird, ist es schwierig, alle Wechselwirkungen und Abhängigkeiten im Auge zu behalten. Oft werden bei dem Entwurf geeigneter Architekturlösungen wichtige Faktoren übersehen, die entweder Auswirkungen auf andere Architekturlösungen haben, oder aber die Erfüllung der neuen oder auch die Erfüllung der anderen Anforderungen schwieriger machen. Kommt es dann zu abstrusen Fehlern, werden die Widersprüchlichkeiten in den Architekturlösungen meist rein zufällig entdeckt und es entsteht unnötiger zusätzlicher Aufwand für die Fehlerkorrektur. Qualitative Architekturbewertungen können dabei helfen solche Risiken frühzeitig aufzudecken und Risikominimierungsmaßnahmen zu definieren. Dieser interaktive Workshop mit Übungsteil soll vermitteln, wie eine qualitative Architekturbewertung mit ATAM agil durchgeführt werden kann.


Michael Stal arbeitet als Senior Softwarearchitekt im Forschungszentrum der Siemens AG und vermittelt Master-Studenten an der Universität von Groningen Kenntnisse in Softwarearchitektur.


Topf sucht Deckel - Systematisches Anwenden von Softwaremustern

Man nehme ein für ein Problem passendes Softwarepattern und füge das Ganze unter ständigem Rühren der Architektur hinzu. So einfach hören sich Geschichten aus dem Entwickleralltag an, die kein Happy End haben. Doch wie lassen sich aus Mustern gute Architekturen kredenzen? Und welche Ingredienzen bedarf es hierfür? Diese Fragen möchte der Vortrag aufgreifen und beantworten.


Felix von Leitner

Felix von Leitner macht seit über 20 Jahren mit seiner Firma Code Blau IT-Security und war schon online unterwegs, als man dafür noch BBSsen mit einem Modem anrief. Bekannt ist er für sein Blog (blog.fefe.de) und den Podcast Alternativlos (alternativlos.org) Außerdem hat er schon ein paar Artikel für Heise-Publikationen geschrieben und trägt gerne auf Heise-Events vor.


TCB-Minimierung

In den 1980er-Jahren wurde das Konzept der Trusted Computing Base eingeführt und die Minimierung dieser TCB als Weg für die Erhöhung der Systemsicherheit vorgeschlagen. Bis heute ist das die einzige Methode zur Steigerung der Sicherheit, die funktioniert und quantifizierbare, messbare Fortschritte bringt. Leider ist sie über die Jahre in Vergessenheit geraten. Dieser Vortrag handelt davon, wie und ob man das Konzept auf heutige Software anwenden kann, und welche Ergebnisse man erzielen kann.


Johannes Mainusch ist ein qualifizierter Technologieführer mit IT-Management-Erfahrung in Start-ups und Großunternehmen. Er war zuvor bei der XING AG, der Otto GmbH und der Deutschen Post – E-POST Development GmbH tätig. Als Chief Technology Officer bei NewStore ist Johannes verantwortlich für die Weiterentwicklung der Produktentwicklung, die Aufrechterhaltung der Plattformstabilität und die Bereitstellung von Innovationen zusammen mit der fein abgestimmten und verteilten IT-Organisation des Unternehmens. Dabei liegt ihm vor allem die Machbarkeit und konkrete Umsetzung großer Systeme am Herzen (dazu gehören ein gewissenhafter Umgang mit Technologien, Architektur und natürlich auch den beteiligten Menschen). Er ist Autor zahlreicher deutsch- und englischsprachiger Bücher und Buchbeiträge zur Softwareentwicklung, Systemdesign und IT-Management.


Refactor your Organization – wie man über 42 Entwickler hinaus skalieren kann

Die Produktentwicklung ist in den meisten Unternehmen jenseits der 20 Entwickler ziemlich festgefahren – und das Hinzufügen von mehr Entwicklern oder Teams zum Unternehmen führt oft zu Verlangsamung und Chaos. Wie ein Auto, das man beim Gasgeben abwürgt. Aber es gibt seltene Beispiele, in denen Teams zusammenarbeiten und regelmäßig und skalierbar neue Features produzieren. Das kann nur durch eine radikale Reorganisation, die Zusammenarbeit mit dem Management und der Verteilung von Verantwortlichkeiten an Experten erreicht werden – und indem man die meisten der alten und dysfunktionalen Management-Paradigmen vergisst. Wir werden über Folgendes reden: Unabhängige Teams (CEWE-Pattern), die Organisation von Architekturarbeiten (otto.de-, sipgate- oder spotify-Pattern), die Aufteilung der Management-Verantwortung (Idealo-Muster der Produktentwicklung), Level-5-Manager und die Umsetzung des Lernens in mittelgroßen Organisationen


Cosima Laube studierte Informatik und Psychologie. Sie arbeitete lange selbst als Entwicklerin in Firmen der Medizin-, Finanz- und Automotive-Branche - von Mittelstand bis Großkonzern. In verschiedenen Führungsfunktionen lernte sie die Kraft ganzheitlicher, lösungsfokussierter Zusammenarbeit zu schätzen. Heute ist Cosima spezialisiert auf das "Debuggen" menschlicher Kommunikation und auf die Arbeit mit Menschen, Teams und Organisationen. Immer getreu dem Motto: respect & adapt - wertschätzen und weiterentwickeln!


Coaching-Impuls-Sessions

Auf der betterCode bieten wir Coaching-Impuls-Sessions an. Die Einzel-Coachings zu je 45 Minuten werden von Cosima Laube (Coach für Menschen, Teams und Organisationen bei respectAndAdapt.rocks) durchgeführt und sind direkt vor Ort buchbar. Alle Lebensbereiche – ob mit oder ohne Arbeitsbezug – sind willkommen und geeignet. Mitzubringen ist lediglich eine Portion Neugier und die Bereitschaft, die eigene Problem- oder Fragestellung in einem geschützten Raum und mit professioneller Begleitung erforschen zu wollen. Mögliche Ergebnisse eines Coaching-Impuls können sein: neue Perspektiven sehen, Klarheit über einen nächsten Schritt gewinnen oder Brain Food zum Weiterdenken mitnehmen.


Kathrin Passig lebt in Berlin von Sachbüchern, Vorträgen und ihrem automatischen T-Shirt-Generator zufallsshirt.de. Gemeinsam mit einigen hundert Autorinnen und Autoren berichtet sie im Blog "Techniktagebuch" unter dem Motto "Ja, jetzt ist das langweilig. Aber in zwanzig Jahren!" über Alltagstechnik und deren Veränderungen. Mit Johannes Jander veröffentlichte sie den Ratgeber "Weniger schlecht programmieren" (O'Reilly 2013). Im Januar 2020 erschien ihre Kolumnensammlung "Strom und Vorurteil", im Februar die E-Book-Version des Techniktagebuchs "Außen WLAN-Symbole, innen Enttäuschung" und im Mai das "Handbuch für Zeitreisende" (Rowohlt Berlin 2020, zusammen mit Aleks Scholz). Mehr unter kathrin.passig.de.


Mythos Black Box

Machine-Learning-Systeme werden in letzter Zeit häufig als Black Box kritisiert: Ihr Code sei grundsätzlich unzugänglicher und undurchschaubarer als der Code regelbasierter Systeme. Aber stimmt das überhaupt? Ein Ausflug in die Geschichte der Softwareentwicklung.


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